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ANKÖ Vergabedialog®: Das größte Bieter:innen-Event des ersten Halbjahres

Geschrieben von Peter Schurr | 15.06.2026 12:29:22

Der ANKÖ Vergabedialog® 2026 findet diese Woche im 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien statt. Jetzt stehen nicht nur Ort und Termin fest, sondern auch das detaillierte Programm: ein ganzer Tag, der öffentliche Ausschreibungen konsequent aus Sicht der Bieter:innen betrachtet. Für Unternehmen, die ihre Zuschlagschancen erhöhen und typische Fehler in Vergabeverfahren vermeiden wollen, ist das ein besonders praxisnahes Format.

Warum der Vergabedialog gerade jetzt relevant ist

Öffentliche Aufträge sind für viele Unternehmen ein attraktiver, aber anspruchsvoller Markt. Angebote scheitern selten an einem einzigen großen Fehler, sondern an einer Kombination aus unvollständigen Nachweisen, missverstandenen Anforderungen, unklarer Preisbildung und verspäteten Bieter:innenfragen. Das alles führt zu Angeboten, die zwar formal ausreichend, aber letztendlich nicht gut genug sind.

Genau hier setzt der ANKÖ Vergabedialog® an. Er stellt nicht die reine Paragrafenkenntnis in den Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Bieter:innen Vergabeverfahren strategischer und effizienter bearbeiten können. Das Event richtet sich ausdrücklich an Auftragnehmer:innen, die öffentliche Vergaben strukturierter angehen, interne Aufwände reduzieren und ihre Zuschlagschancen nachhaltig erhöhen wollen.

Vom formalen Angebot zur besseren Zuschlagschance

Die wichtigste Botschaft ist, dass ein Angebot nicht nur rechtzeitig und vollständig sein muss. Es muss auch zeigen, dass das Unternehmen die ausgeschriebene Leistung, die Bewertungskriterien und die Erwartungshaltung der Auftraggeber:innen verstanden hat.

Das Programm bildet diesen Weg sehr konsequent ab. Bereits zu Beginn geht es um die fünf häufigsten Fehler, die Angebote scheitern lassen. Danach folgen Grundlagen des Vergabewesens, Angebotsfrist und Angebotslegung, Eignung und Nachweise, Bieter:innenfragen, Berichtigungen, Mängelbehebung, Aufklärung und Zuschlagsentscheidung. Damit werden genau jene Stationen behandelt, an denen in der Praxis viele Risiken entstehen.

Einblicke von Auftraggeber:innen und Vergabepraxis

Besonders interessant ist der Perspektivenwechsel. Denn Bieter:innen erfahren nicht nur, was das BVergG verlangt, sondern auch, wie Auftraggeber:innen Angebote wahrnehmen, prüfen und bewerten. Beiträge der Bundesbeschaffung, der ASFINAG, der Stadt Wien und des Landesverwaltungsgerichts Steiermark machen sichtbar, worauf es jenseits der bloßen Formalerfüllung ankommt.

Die Themen reichen von der Vorbereitung auf Ausschreibungen über die Frage, wie Unternehmen bereits vor Veröffentlichung eines Verfahrens wahrgenommen werden, bis zur Angebotsprüfung aus Sicht öffentlicher Auftraggeber:innen. Auch die Liste geeigneter Unternehmen® (LgU), die Selbstreinigung im Sinn des § 83 Abs. 2 BVergG 2018 und der Umgang mit Mängeln werden behandelt. Das ist für Bieter:innen deshalb wesentlich, weil Eignung, Zuverlässigkeit und technische Leistungsfähigkeit nicht erst im Verfahren vorbereitet werden sollten.

Praxisdialog statt Frontalvortrag

Der Tagesablauf ist nicht als reine Vortragsreihe angelegt. Q&A-Sessions, Networking-Blöcke, ein Praxisdialog und „Ask the Experts“ schaffen Raum für konkrete Fragen aus dem Vergabealltag und einen intensiven Austausch zwischen öffentlichen Auftraggeber:innen und Unternehmen.

Speaker:innen

Mitwirkende und Speaker:innen des Programms sind unter anderem:

  • Markus Theiner, Vergaberechtsexperte, Bundesbeschaffung
  • Tina Gärtner, Ausschreibungsmanagerin, Bundesbeschaffung
  • Michael Scherzer, Rechtsabteilung / Fachzuständigkeit Vergaberecht, Siemens AG Österreich
  • Annika Nilsson, Recht und Einkauf, ASFINAG
  • Karin Schnabl, Richterin, Landesverwaltungsgericht Steiermark
  • Christoph Lehmann, Leiter Services Auftragswesen und ISBA / LEAR der Stadt Wien
  • Ilse Pohl, Rechtsanwaltsanwärterin, CHG Czernich Rechtsanwälte
  • Emir Prcić, Geschäftsführer, ANKÖ
  • Markus Eigner, Host, Business Circle

Zusätzlich zu den Speaker:innen werden weitere Vertreter:innen von öffentlichen Unternehmen vor Ort sein und für interessante Gespräche rund um die öffentliche Auftragsvergabe zur Verfügung stehen.

Dieses Jahr schon ausverkauft

Das Interesse am ANKÖ Vergabedialog® ist dieses Jahr überraschend groß. Schon vor Bekanntgabe des Veranstaltungsorts und des konkreten Programms waren alle Plätze ausverkauft. Deshalb wird es nächstes Jahr eine noch größere Neuauflage des Vergabedialogs geben. Wer sich jetzt unverbindlich voranmeldet, kann sich frühzeitig einen der begehrten Plätze sichern:

Melden Sie sich unverbindlich für den ANKÖ Vergabedialog® 2027 an!

Der Vergabedialog ist für alle, die öffentliche Ausschreibungen nicht nur abarbeiten, sondern gezielt gewinnen wollen. Denn gute Vergabepraxis beginnt nicht erst mit der Angebotsabgabe, sondern mit dem Verständnis dafür, wie Auftraggeber:innen denken, wie Verfahren tatsächlich ablaufen und wo Bieter:innen ihre rechtlichen und strategischen Spielräume richtig nutzen können.