Mit der neuen KI-Suche im ANKÖ Vergabeportal wird die Recherche nach öffentlichen Ausschreibungen deutlich einfacher. Unternehmen können ihre Suchanfragen nun in natürlicher Sprache formulieren und die KI übersetzt diese automatisch in präzise Suchparameter. Das spart Zeit, senkt Einstiegshürden und erleichtert den Zugang zum Vergabemarkt.
Die Suche nach passenden öffentlichen Aufträgen erfordert in der Praxis häufig Erfahrung im Umgang mit Suchfiltern, Kategorien und Parametern. Genau hier setzt die neue KI-Suche an: Sie unterstützt Nutzerinnen und Nutzer dabei, ihre Suchabsicht ohne technische Detailkenntnisse in eine strukturierte Recherche zu übersetzen.
Der im Vergabeportal integrierte KI-Assistent ermöglicht es, das eigene Unternehmensprofil und das gewünschte Ausschreibungsinteresse einfach in natürlichen Worten zu beschreiben. Auf Basis dieser selbst formulierten Eingabe erstellt das System automatisch passende Suchanfragen und befüllt damit das Suchformular. Die anschließende Suche wird unmittelbar ausgeführt und die Ergebnisse wie gewohnt in der Ergebnisliste angezeigt.
Der wesentliche Vorteil liegt auf der Hand: Statt Suchparameter manuell definieren zu müssen, genügt eine kurze, präzise Beschreibung des eigenen Leistungsangebots oder des gesuchten Projekttyps. Je konkreter die Eingabe, desto treffsicherer die Ergebnisse.
Die generierten Suchparameter bilden die Grundlage der Recherche und können jederzeit überprüft, angepasst oder erweitert werden. Damit bleibt die Suche flexibel und individuell steuerbar. Auch eine Speicherung als Suchprofil ist möglich, inklusive automatischer E-Mail-Benachrichtigung bei neuen passenden Veröffentlichungen.
Für die Praxis bedeutet das: weniger technischer Aufwand, schnellere Ergebnisse und ein intuitiver Zugang zur Ausschreibungswelt.
Aus vergaberechtlicher Sicht ist besonders hervorzuheben, dass die KI-Suche keine inhaltliche Wertung trifft und keine rechtliche oder fachliche Prüfung ersetzt. Sie entscheidet nicht darüber, ob eine Ausschreibung geeignet ist oder ob Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind. Ihre Funktion besteht ausschließlich darin, die passenden Sucheinstellungen zu generieren und damit den Rechercheprozess zu unterstützen.
Die Verantwortung für die Bewertung der gefundenen Verfahren bleibt selbstverständlich beim Unternehmen. Die KI fungiert als Werkzeug, nicht als Entscheidungsträger.
Ein vereinfachter Zugang zu Ausschreibungen ist kein bloßer Komfortgewinn. Er trägt dazu bei, dass mehr Unternehmen relevante Verfahren identifizieren und sich am Wettbewerb beteiligen können. Gerade für Betriebe, die nicht täglich mit komplexen Suchmasken arbeiten, senkt die KI-Suche die Hürden deutlich.
Damit leistet die neue Funktion einen Beitrag zu einem zentralen Ziel des Vergaberechts: einem möglichst offenen und breiten Wettbewerb. Je leichter der Zugang zu Informationen über öffentliche Aufträge, desto größer die Chance auf Vielfalt, Innovation und wirtschaftlich überzeugende Angebote.
Die KI-Suche im ANKÖ Vergabeportal ist somit mehr als ein technisches Feature: Sie ist ein praxisnaher Schritt in Richtung moderner, zugänglicher Vergaberecherche.
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