Am 17. September 2026 findet in Wien erstmals das Forum Öffentliche Beschaffung (FÖB) statt. Das neue Format wird von der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) ausgetragen und richtet den Blick nicht nur auf aktuelle Beschaffungspraxis, sondern auf die Frage, wie öffentliche Beschaffung bis 2040 gestaltet, gesteuert und rechtlich abgesichert werden kann. Für öffentliche Auftraggeber:innen ist die Teilnahme kostenlos, Unternehmen können mit dem Networking-Pass teilnehmen.
Die öffentliche Beschaffung steht an einem Punkt, an dem reine Verfahrenssicherheit nicht mehr genügt. Wer heute ausschreibt, entscheidet oft über Versorgungssicherheit, Klimawirkung, Digitalisierung, Resilienz von Lieferketten und Innovationsfähigkeit öffentlicher Leistungen. Das Forum Öffentliche Beschaffung setzt genau hier an: Unter dem Leitmotiv „Trends, Wandel und Zukunft“ beleuchtet es strategische, gesellschaftliche und technologische Entwicklungen, die den öffentlichen Einkauf von morgen prägen sollen. Veranstaltungsort ist die Stage 3 in Wien, geplant ist ein ganztägiges Programm von 08:00 bis 18:00 Uhr mit anschließendem Ausklang.
Inhaltlich ist das FÖB als strukturierter Austauschraum angelegt, der in vier Foren gegliedert ist:
Besonders interessant ist die Integration der ECOVATION in das Forum. Das bewährte Format der IÖB-Servicestelle und der naBe-Plattform soll den vertieften Austausch über neue Technologien, klimafreundliche Lösungen und kreislauforientierte Ansätze fördern. Damit wird ein Thema aufgegriffen, das in Vergabeverfahren längst nicht mehr bloß „nice to have“ ist. Nachhaltigkeit, Lebenszykluskosten, Kreislaufwirtschaft und Innovationsförderung sind heute Fragen der Leistungsbeschreibung, der Zuschlagskriterien und der Vertragssteuerung. Wer hier rechtlich sauber und zugleich wirkungsorientiert beschaffen will, braucht mehr als Standardformulierungen.
Für Auftragnehmer:innen bietet das Forum eine seltene Gelegenheit, die Perspektive der öffentlichen Hand besser zu verstehen. Wer öffentliche Märkte bedienen will, muss nicht nur ein gutes Produkt oder eine belastbare Dienstleistung anbieten. Entscheidend ist auch, öffentliche Bedarfe, Budgetlogiken, Nachhaltigkeitsanforderungen und vergaberechtliche Rahmenbedingungen zu kennen. Der Networking-Pass ermöglicht Zugang zu Kongress-Sessions, ganztägiger Verpflegung und einem Umfeld, in dem Verwaltung und Wirtschaft gezielt zusammenkommen. Zusätzlich sind 1-on-1-Meetings, Rundgänge durch das Lösungsforum und Round-Table-Sessions vorgesehen, deren Buchung nach erfolgter Registrierung möglich ist.
Dass bereits zahlreiche Aussteller:innen aus Bereichen wie IT, Telekommunikation, Mobilität, Facility Services, Energie, Sicherheit, Büroausstattung und Verpflegung angekündigt sind, zeigt die Breite des öffentlichen Beschaffungsmarkts. Für Auftraggeber:innen kann diese Vielfalt helfen, künftige Beschaffungsvorhaben strategischer einzuordnen. Für Unternehmen wiederum bietet sie einen realistischen Blick auf Wettbewerb, Nachfrage und Kooperationsmöglichkeiten. Aus praktischer Sicht ist gerade dieser beidseitige Erkenntnisgewinn wertvoll: Je besser Markt und Verwaltung einander verstehen, desto eher entstehen Ausschreibungen, die rechtssicher, wettbewerbsfreundlich und praxistauglich sind.
Öffentliche Auftraggeber:innen können kostenlos teilnehmen und sich hier anmelden: Kostenfreie Anmeldung für den öffentlichen Sektor. Für Unternehmen steht der Networking-Pass zur Verfügung; ein Pass kostet 950 Euro netto. Exklusiv für ANKÖ-Kund:innen gilt: Die ersten zehn Buchungen mit dem Rabattcode „ANKÖ“ erhalten 10 Prozent Ermäßigung. Wer die öffentliche Beschaffung nicht nur verwalten, sondern aktiv weiterentwickeln möchte, sollte diesen Termin vormerken.