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Vergabeforum 2026: Wo aus neuen Regeln konkrete Beschaffungsentscheidungen werden

Vergabeforum 2026: Wo aus neuen Regeln konkrete Beschaffungsentscheidungen werden

Am 22. und 23. Oktober 2026 trifft sich die österreichische Vergabe-Community zum 24. Vergabeforum im MAK in Wien. Im Mittelpunkt stehen die ersten Erfahrungen mit dem Vergaberechtsgesetz 2026, aktuelle Judikatur und jene strategischen Fragen, die Beschaffung längst über das klassische Verfahrensrecht hinaus prägen. Und ANKÖ-Mitglieder sparen sich wieder € 100,– bei der Anmeldung.

Mehr als ein Novellen-Update

Das von Business Circle organisierte Vergabeforum setzt im Eröffnungsplenum bewusst beim Gesamtbild an: Michael Fruhmann vom Bundesministerium für Justiz beleuchtet die Highlights und ersten Erfahrungen mit dem Vergaberechtsgesetz 2026 ebenso wie weitere österreichische und unionsrechtliche Entwicklungen. Der geplante Blick auf die Reform des EU-Vergaberechts, die Kreislaufwirtschaft und die digitale Souveränität macht deutlich, dass sich die öffentliche Beschaffung derzeit in zwei Richtungen zugleich bewegt: Sie soll einfacher und effizienter werden, muss aber immer mehr politische, ökologische und sicherheitsbezogene Ziele berücksichtigen.

Judikatur als Leitlinie für die Praxis

Ein zweiter roter Faden ist die Rechtsprechung. Eigene Einheiten widmen sich den Landesverwaltungsgerichten, dem Bundesverwaltungsgericht, dem Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof sowie dem Europäischen Gerichtshof. Behandelt werden unter anderem vergleichbare Referenzen, Interessenkonflikte, mangelnde Bonität, die Behebbarkeit von Mängeln, die Bindung an Ausschreibungsunterlagen und die Antragslegitimation nach dem Ausscheiden eines Angebots.

Gerade diese Themen sind für den Vergabealltag entscheidend. Rechtsrisiken entstehen häufig nicht bereits bei der Wahl der Verfahrensart, sondern erst bei der Angebotsprüfung, bei der Dokumentation einer Entscheidung oder an der Grenze zwischen zulässiger Aufklärung und unzulässiger Nachverhandlung. Passend dazu stehen auch das Verhandlungsverbot im offenen Verfahren, der reale Beurteilungsspielraum von Auftraggeber:innen und nachträgliche Vertragsänderungen auf dem Programm.

Drei Perspektiven auf KI und viele Fragen zur Resilienz

Bemerkenswert ist, wie konsequent das Vergabeforum Zukunftsthemen in konkrete Beschaffungssituationen übersetzt. Künstliche Intelligenz wird gleich aus drei Blickwinkeln behandelt: als zu beschaffende Leistung, von der Lizenzierung von KI-Modellen bis zu KI-Agenten, als Instrument in KI-gestützten Ausschreibungen und als Unterstützung bei der Angebotsprüfung. Dabei geht es nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern um Haftung, Compliance, Transparenz, Datenschutz, Hosting, Wartung und die weiterhin beim Menschen verbleibende Verantwortung.

Ähnlich praxisnah sind die Schwerpunkte Softwarebeschaffung, Lieferketten und Cybersicherheit. Cloud, On-Pre€ 100,– Vorteil für ANKÖ-Mitgliedermises oder hybride Modelle, EULA-Bedingungen, Lock-in-Effekte, NIS 2 beziehungsweise NISG 2026 und Resilienzanforderungen zeigen: Vergabestellen beschaffen heute nicht nur Leistungen. Sie treffen langfristige Entscheidungen über Abhängigkeiten, Sicherheitsniveau und die künftige Handlungsfähigkeit ihrer Organisation.

ANKÖ auf der Bühne: Darf und muss man Waren aus China ausschließen?

Ein besonderer Programmpunkt aus Sicht des ANKÖ findet am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 12:15 Uhr statt. Im Deep Dive „Angebote aus China“ diskutieren Dr. Matthias Öhler von Schramm Öhler Rechtsanwälte und ANKÖ-Geschäftsführer Emir Prcić, unter welchen Voraussetzungen Waren aus China ausgeschlossen werden dürfen oder sogar ausgeschlossen werden müssen.

Der Vortrag geht dabei über die plakative Herkunftsfrage hinaus. Im Zentrum stehen EU-Instrumente für eine resiliente und strategische Vergabe, die Prüfung des Warenursprungs und einzelner Komponenten sowie der Umgang mit Angeboten und Produkten aus anderen Drittstaaten. Das ist rechtlich besonders relevant, weil Marktzugang, Warenursprung, Lieferkette und strategische Risiken unterschiedliche Prüfungsdimensionen darstellen. Auftraggeber:innen benötigen daher belastbare Prüfschritte statt pauschaler Antworten.

Fachaustausch mit Eiswagen und Vergabe-Party

Der ANKÖ wird während des Vergabeforums wieder live vor Ort sein. Dort lässt sich der fachliche Austausch aus den Vorträgen direkt fortsetzen, selbstverständlich begleitet vom legendären ANKÖ-Eiswagen. Für 2026 sind neue Eissorten vorgesehen, welche das sein werden, bleibt vorerst noch geheim. Am Donnerstagabend bietet außerdem die Vergabe-Party Gelegenheit, Gespräche abseits der Fachforen weiterzuführen.

€ 100,– Vorteil für ANKÖ-Mitglieder

ANKÖ-Mitglieder erhalten dank der Kooperation mit dem Vergabeforum einen Preisnachlass von € 100,– auf die jeweils geltende Teilnahmegebühr. Einfach auf der Seite des Vergabeforums auf „Anmelden“ klicken und im Anmeldeprozess den Rabattcode „AUWRO“ verwenden!

Wer sich zu den Auswirkungen des Vergaberechtsgesetzes 2026, zu aktueller Judikatur und zu den strategischen Zukunftsfragen der öffentlichen Beschaffung fundiert orientieren möchte, findet an diesen beiden Tagen ein außergewöhnlich dichtes Programm und die relevanten Gesprächspartner:innen gleich dazu.

Links:

  • Alle Infos zum Vergabeforum 2026 auf der Website von Business Circle

  • Programm zum Vergabeforum 2026

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