Novelle: Schwellenwerte, Transparenz & Digitalisierung – Was die Branche über die geplanten Änderungen denkt
Sehr geehrte Damen und Herren,
selten hat eine Vergaberechtsnovelle so viele Spannungsfelder gleichzeitig berührt wie die aktuelle BVergG-Überarbeitung.
Wir haben uns die Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf der BVergG-Novelle angesehen und zeigen in unserem ersten Beitrag, warum Auftraggerber:innen vor Mehrbelastungen warnen. Von neuen Bekanntgabepflichten über verpflichtende eForms bis hin zur Einschränkung der Verfahrensarten.
Was Unternehmen am BVergG 2026 kritisieren, zeigt unsere Analyse der Stellungnahmen aus Sicht der Auftragnehmer:innen. Dort dominiert die Sorge, dass neue Auflagen und unklare Ausschlussbestimmungen zu Rechtsunsicherheiten, Mehraufwand und weniger Wettbewerb führen könnten.
Was die Dynamik im Vergabewesen betrifft, hat der Herbst noch etwas anderes gezeigt: Das Interesse an praktischer Vergabekompetenz steigt deutlich. Das beweist die ausgebuchte Veranstaltung des Tiroler Gemeindeverbandes in Innsbruck, bei der sich Gemeinden „vergabefit“ machten.
Und weil Vergabepraxis ohne klare Tools nicht auskommt, widmen wir uns außerdem einem Instrument, das Planer:innen wie Auftraggeber:innen immer wichtiger wird: der funktionalen Leistungsbeschreibung. Unser Überblick erklärt, warum sie stark an Bedeutung gewinnt und wie sie richtig eingesetzt wird.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen des aktuellen ANKÖ-Newsletters und einen klaren Blick auf die vielen Veränderungen, die vor uns liegen.
Ihr
Emir Prcić, MBA